Gebäudeversicherung

Schutz des Traumhauses

Es ist nicht nur ratsam ihr Gebäude gegen Unwetter, Erdbeben, korrodierte Rohre, Brände und Überschwemmung zu schützen, sondert es ist bei Immobilienfinanzierungen regelmäßig sogar Pflicht.

Feuer

Aufgrund eines Gewitters schlägt ein Blitz in das Dachgeschoss eines Hauses ein.
Der Dachstuhl fängt Feuer und trotz der schnell agierenden Feuerwehr wurden die übrigen Wohnräume durch das Feuer und Löschwasser so stark beschädigt, dass das Gebäude nicht mehr bewohnbar ist. Abriss und Neubau sind unumgänglich, der Schaden wurde auf 350.000,-€ geschätzt.

Dunkle Flecken

Rohrbruch in der Küche, der erst entdeckt wurde, nachdem sich feuchte Stellen an der Wand bildeten.
Um diesen zu beseitigen musste die komplette Küche ausgebaut und die Küchenwand aufgeschlagen werden.
Nach dem Austausch des Rohres mussten die Wände trocknen und das Parkett ausgetauscht werden.
Die Schadenhöhe wurde auf 2.400€ festgelegt.

Hagelschlag

Aufgrund eines schweren Unwetters, durchschlugen Hagelkörner ein Fenster. Durch die Abwesenheit der Mieter drang über mehrere Stunden Regen und Hagel in die Mietwohnung ein.
Dadurch mussten nicht nur die Fenster repariert werden, sondern auch umfangreiche Trocknungsmaßnahmen von Wand und Boden erfolgen. Hinzu kommt noch, dass es für die Mieter während der Trocknungsmaßnahmen unzumutbar war, die Wohnung weiterhin zu bewohnen. Die Schadenhöhe wurde auf 2.100 € geschätzt.

Orkan

Eine ca. 20 m hohe Eiche wurde im Garten eines Wohnhauses während eines Orkans entwurzelt. Der Baum fiel glücklicherweise nicht direkt auf das Gebäude, sondern beschädigte beim Streifen fast nur den Balkon. Die streifenden Äste beschädigten die Fassade leicht, die im Anschluss verhältnismäßig einfach repariert worden konnte.
Die Kosten wurden auf 5.800,-€ geschätzt.

Überschwemmung

Durch starke Regenfälle im Frühling und den geschmolzenen Schnee sind mehrere Gewässer über die Ufer getreten.
Aufgrund ungünstiger Lage, flutete das Wasser über einen Lichtschacht den gesamten Keller eines Mehrfamilienhauses und setzte diesen einen Meter unter Wasser. Nach dem Abpumpen des Wassers und der Entfernung der Schlammdecke, begannen die Trocknungsmaßnahmen des Kellers. Im Anschluss erfolgten Reinigungs- und Malerarbeiten.
Die Schadenhöhe wurde auf 8.750,-€ geschätzt.

Für wen ist die Versicherung?
Geeignet für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümer.
Was ist versichert?
Versichert ist das Wohngebäude an sich. Zubehör, welches der Nutzung zu Wohnzwecken des Gebäudes oder dessen Instandhaltung dient, gilt als versichert, soweit es sich in dem Gebäude befindet oder außen (auch fest) am Gebäude angebracht ist. In der Regel sind Nebengebäude und Garagen separat zu benennen.
Welche Gefahren und Schäden sind versicherbar?

Grundsätzlich sind alle Gefahren einzeln absicherbar. Die „Standard“ Wohngebäudeversicherung beinhaltet die Gefahren:
Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden an Rohren)
Sturm, Hagel

Zusätzlich versicherbar sind
Elementarschäden (Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen)
Welche Gefahren und Schäden sind u.a. nicht versichert?
Der Schutz einer Wohngebäude-Versicherung gilt grundsätzlich nur für die im Vertrag genannten versicherten Gefahren.
Allgemeine Ausschlüsse:
  • Vorsatz
  • Schäden im Zusammenhang mit Kriegsereignissen, inneren Unruhen & Kernenergie
  • In der Feuerversicherung:
  • Nutzwärmeschäden
In der Sturmversicherung:
  • Schäden durch Sturmflut
  • Schäden durch Lawinen
  • Schäden durch Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster, Außentüren oder andere Öffnungen.
  • In der Elementarschadenversicherung:
  • Schäden durch Sturmflut
Wo gilt die Versicherung?
Der Versicherungsschutz besteht für die im Versicherungsvertrag benannten Gebäude. Nebengebäude und Garagen sowie weiteres Zubehör und sonstige Grundstücksbestandteile müssen separat benannt werden.
Wie lässt sich die Versicherungssumme ermitteln?
Die Versicherungssumme richtet sich nach dem Wert des Wohngebäudes und kann anhand eines Wertermittlungsbogens, eines Gutachters, dem „Wert 1914“ oder auf Basis der tatsächlichen Baukosten ermittelt werden.
Welche Zahlungen werden im Schadenfall geleistet?

Ersetzt wird der Neuwert der zerstörten Sachen. Bei beschädigten Sachen werden die notwendigen Reparaturkosten erstattet.
Für den Fall, dass kein Wiederaufbau erfolgt, besteht lediglich Anspruch auf einen Zeitwert.
Eine Vielzahl von unterschiedlichen Kosten, die im Zusammenhang mit einem versicherten Schadenfallentstehen, sind abgedeckt. Zum Beispiel Aufräum- und Abbruchkosten, Bewegungs- und Schutzkosten sowie Schadenabwendungs- und -minderungskosten. Wie bereits weiter oben erwähnt ist wird auch ein möglicher Mietausfallschaden in diesem Zusammenhang ersetzt, soweit dies vereinbart wurde.

Welche zusätzlichen Versicherungen sind zu empfehlen?

Bei fast jedem Gebäudeschaden sind auch Einrichtungsgegenstände betroffen. Deshalb ist der Abschluss einer entsprechenden Hausratversicherung sinnvoll. Sofern das Gebäude über größere Scheiben oder einen Wintergarten verfügt, beachten Sie bitte, dass über die Gebäudeversicherung nur die versicherten Gefahren, versichert sind. Um die Fensterscheiben und die Mobiliarverglasung zu versichern, empfiehlt sich eine zusätzliche Glasbruchversicherung.